Einführung
Chronische nasale Symptome treten auf bei 10-20% der Bevölkerung. Normalerweise kann eine offensichtliche Ursache gefunden werden, wie zum Beispiel: Allergien, Rauchen, Nebenhöhlenentzündungen, Nasenpolypen, eine krumme Nasenscheidewand, Medikamente, Schwangerschaft oder eine seltene Krankheit wie „Die Krankheit von Wegener“.

Bei der Hälfte der Patienten mit diesen nasalen Symptomen, gibt es leider keine offensichtliche Ursache. Man spricht dann von idiopathische Rhinitis (Nicht erklärbare Nasenentzündung).

Idiopathische Rhinitis (IR) hat einen großen Einfluss auf die Qualität des täglichen Lebens. Die Forschung hat gezeigt, dass IR einen größeren Einfluss auf das tägliche Wohlbefinden hat als z.B. Asthma. Es ist daher nicht verwunderlich dass viele Behandlungen, variierend von der Injektionen mit Schlangengift bis komplizierte Operationen und Psychotherapie in der Vergangenheit ausprobiert wurden.

Der Erfolg all dieser verschiedenen Therapien war oft sehr enttäuschend. Heut zu Tage isst ein normaler Nasenspray, der auch für Heuschnupfen empfohlen wird , die meist gewählte Therapie. Leider gibt es auch bei dieser Therapie gemischte Ergebnisse.

Wenn die Patienten alles bei den natürlichen Verlauf belassen, also nichts tun, zeigt sich heraus das 20% der Patienten keine Symptome mehr haben nach 10 Jahren, 36% meldet weniger Beschwerden zu haben.

Geschichte
In 1991 haben die HNO-Spezialisten des ehemaligen ´Leyenburg´ Krankenhauses angefangen die Ursache der IR zu untersuchen. Bei 65 Patienten isst ein Stück Nasenschleimhaut entnommen und untersucht nach Entzündungen. Dies wurde mit der Nasenschleimhaut von 10 gesunden Freiwillegen verglichen. Diese Studie zeigte, dass es keinen Unterschied gab zwischen den beiden Gruppen. Auch gibt es offensichtlich keinen Unterschied nach Behandlung mit einem Nasenspray.

Dann folgten die ersten Berichte aus dem Ausland, dass IR möglich mit ein überaktives Nervensystem in der Nase zu tun hat. Ein viel versprechendes Medikament für dieses wäre ein Pfeffer-Extrakt (Capsaicin). Diese Behandlung scheint die überaktiven Nervensystem zu hemmen.

Im Jahr 1995, wurde eine neue Studie bei 25 Patienten mit Capsaicin getan. Neun Monate nach der Behandlung, hatten diese Patienten nachweislich weniger Beschwerden. Keine negativen Auswirkungen vom Pfefferspray auf den Geruch oder die Nasenschleimhaut konnte gefunden werden. Diese Ergebnisse wurden auch von anderen Forscher bestätigt.

Aufgrund der guten Ergebnisse, begann die Behandlung von IR mit Capsaicin in dem heutzutage „Haga Krankenhaus“.

Wer hat Anspruch auf die Behandlung mit Capsaicin?

• Menschen mit nasaler Symptome wie Staus, laufende Nase oder Niesen.
• Bekannte Ursachen wie Allergien, Nasenpolypen, eine krumme Nasenscheidewand, etc., sind ausgeschlossen.
• Es wird nicht geraucht!

Wenn Sie eine chronisch verstopfte Beschwerde haben, können Sie einen Termin vereinbaren in der HNO-Klinik des Haga Krankenhauses, Standort RKZ oder Leyenburg. Erstens müssen die Ärzte festzustellen ob es keine andere Ursache für Ihre Beschwerden gibt. Dies bedeutet, dass in jedem Fall eine vollständige HNO-Untersuchung stattfinden muss. In der folgenden Fase muss manchmal ein Bluttests oder X-Strahlen-Untersuchung der Nase (Nebenhöhlen) stattfinden. Wenn in der Tat keine andere Ursache gefunden wird, kann die „Pfefferspray Therapie“ mit Ihnen besprochen werden.

Wie wird der Capsaicin verabreicht?

Pfeffer Extrakt ist eine Substanz, die in Sprayform verabreicht wird.

Der Pfefferspray ist über Internet (www.capsinol.com) oder Apotheker zu erlangen. Die Anfangsdosis beträgt 1-mal pro Tag ein Zug in jedes Nasenloch und dann erhöhen um 1e Dosis pro Tag, so dass man sich zu Letzt 5 `Züge´ auf einem Zeitpunkt pro Nasenloch verabreicht. Danach also jeden Tag 5 Züge, bis die Flasche leer ist. Dieses Dosierungsschema zeigt in Praxis das bei etwas mehr als der Hälfte der Patienten es eine gute Wirkung ergibt.

Bei Patienten die nach Selbst-Behandlung noch Beschwerden haben, wird das Diagramm von `5 Behandlungen pro Tag` verwendet. Diese Behandlung erfolgt von einem HNO-Arzt in dem Haga Krankenhaus. Hierbei wird eine höhere Dosis Capsaicin verabreicht, wofür die Nase erst betäubt werden muss.

Für die Narkose wird Watte in der Anästhesie Flüssigkeit getränkt. Der Arzt bringt diese ´Watte Betäubung´ in der Nase. Nach etwa 5 bis 10 Minuten werden die Tupfer entfernt und isst die Nase ausreichend betäubt um dem Capsaicin verabreicht zu bekommen.

Diese Behandlung wird dann alle ¾ Stunde wiederholt, insgesamt 5-mal. Dieser Pfeffer-Nasenspray wird von der Krankhaus Apotheke erstellt.

Nach der Behandlung können Sie leichte Kopfschmerzen bekommen. Sie können ein Schmerzmittel wie Paracetamol oder sonstiges Verwendung. Nach 6 Wochen werden Sie zurück in der Klinik erwartet für einen Checkup.

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